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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen//25.11.

Pressemitteilung des Bündins Istanbul-Konvention

 

Bessere Unterstützung für alle gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen
Noch immer werden nicht alle Frauen und Mädchen in Deutschland effektiv vor Gewalt geschützt, kritisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2019 einen Anstieg der häuslichen Gewalt aus. Jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine (Ex-) Partner*in, jeden Tag versucht es einer. Diese Femizide sind verhinderbar, betonen die Expert*innen. Sie bemängeln weiterhin, dass vor allem das Recht von marginalisierten Frauen und Mädchen auf Schutz und Unterstützung nicht ausreichend umgesetzt wird.
Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich über 20 der wichtigsten Frauenrechts- und Gewaltschutzorganisationen sowie Expert*innen mit einem Schwerpunkt zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie die Bundesregierung auf, Gewaltschutz über die Ressorts hinweg zur politischen Priorität zu machen. Für die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention muss eine mit klarem Mandat und politischen Kompetenzen ausgestattete Koordinierungsstelle eingerichtet werden. Die Bundesregierung sollte außerdem eine einheitliche und effektive Gesamtstrategie im Sinne der Istanbul-Konvention entwerfen und diese mit entsprechenden personellen und finanziellen Mitteln ausstatten, fordert das Bündnis. Diese muss neben Schutzmaßnahmen auch präventive Maßnahmen enthalten, die auch die Ursachen von geschlechtsspezifischer Gewalt in den Blick nehmen und somit nachhaltig wirksam sein können.
Mit Inkrafttreten der Istanbul-Konvention in Deutschland vor rund drei Jahren hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, Gewalt gegen Frauen und Mädchen nachhaltig zu verhindern und zu bekämpfen, die Betroffenen durch umfassende Präventionsmaßnahmen zu schützen und zu unterstützen. Das Abkommen hat weitreichende Konsequenzen auf der Bundes-, Länder- und der kommunalen Ebene und für viele verschiedene Bereiche von der Kultur- bis zur Gesundheitspolitik. Trotz wichtiger Initiativen des Bundesfrauenministeriums und stärkerer Fokussierung auf das Thema, mangelt es noch immer an ganzheitlichen politischen Maßnahmen und einer Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Verantwortlichkeit der Bundesministerien ist unklar, die Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen, auch zu sexualisierter Gewalt, bleibt unzureichend. Hinzu kommt, dass die Schutz- und Unterstützungsangebote, auch für Mädchen, mangelhaft sind, und die politischen Maßnahmen nicht auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, bemängelt das Bündnis. Vor diesem Hintergrund setzt das BIK große Hoffnung in die Monitoringstelle, deren Konzept gerade entwickelt wird. Das Bündnis fordert hierbei hohe Beteiligungsmöglichkeiten, damit in Zukunft bedarfsgerechte Maßnahmen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Deutschland erfolgen.
Die Istanbul-Konvention betont den besonderen Schutz marginalisierter Personen und stellt sich gegen Diskriminierung. Wir sind noch weit davon entfernt, dass alle Frauen und Mädchen gleichermaßen Zugang zu Unterstützung und Schutz erhalten. Dies gilt beispielsweise für wohnungslose Frauen und LBTI* Personen. Nach wie vor findet sich auch kein Gewaltschutzkonzept für Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Das BIK kritisiert insbesondere den Vorbehalt der Bundesregierung gegen Artikel 59 (2) und (3), weil dieser gewaltbetroffene migrierte und geflüchtete Frauen daran hindert, einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Das Bündnis fordert, diese eklatante Ablehnung des Gewaltschutzes für Migrantinnen zu beheben.
Aktuell erarbeitet das BIK einen Schattenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland und reagiert so auf die bestehenden Missstände mit direkten Handlungsempfehlungen. Der Bericht wird im Frühjahr 2021 veröffentlicht.
Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG Forsa e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit e.V., BAG Wohnungslosenhilfe e.V., bff – Frauen gegen Gewalt e.V., BIG e.V., BVFeSt e.V., DaMigra e.V., Deutscher Frauenrat e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., gesine intervention, JUMEN, KOK e.V., S.I.G.N.A.L. e. V., MIA e.V., medica mondiale e.V., Weibernetz e. V., Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser
Beratende Expert*innen: Prof. Dr. Ariane Brenssell, Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel; Karin Heisecke, politische Beraterin und Expertin zu Gewalt gegen Frauen; Dr. Monika Schröttle, Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut für empirische Soziologie, Nürnberg
Pressekontakt für das Bündnis: Dr. Carolin Anthes, Koordinatorin Bündnis Istanbul-Konvention,
030 204569-17, anthes@frauenrat.de

Luftreiniger für die Beratung

Liebe Frauen,

um die persönliche Beratung weiterhin gewährleisten zu können, haben wir Luftreiniger gekauft. Die Geräte sind groß, erstaunlich leise und filtern Viren/Aerosole/Staub...

Selbstverständlich lüften wir weiterhin und halten zusammen mit Ihnen und Euch die Abstände ein und tragen Mund-Nase-Maske auf den Wegen.

In der vergangenen Woche haben wir bereits Beratungen mit den Geräten durchgeführt. Die Luftzirkulation ist leicht und angenehm zu spüren und das Geräusch ist ein wenig wie das eines Holzofens der frisch befeurt wird.

Damit sind wir fürs Erste gut aufgestellt und können trotz steigender Infektionszahlen die Beratungen (vorerst) fortführen.

Dennoch gilt:

Mit Krankheitssymptomen, egal wlecher Art, bitte Zuhause bleiben.

Nach wie vor ist es auch möglich Termine telefonisch in Anspruch zu nehmen.

Herzliche Grüße aus der Beratungsstelle :)

 

Videosprechstunde - neues Beratungsangebot

18.08.2020

Wir freuen uns, dass wir ein neues Beratungsangebot für Frauen realisieren können:

Ab sofort bieten wir Einzelgespräche im Rahmen einer Videosprechstunde an. So können Frauen auch dann das Beratungsangebot nutzen, wenn für sie das Aufsuchen der Frauenberatungsstelle nicht möglich ist.

Die Beratung findet per Videotelefonie statt. Die Verbindung ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und bietet daher eine absolute Sicherheit für persönliche Daten und vertrauliche Gesprächsinhalte.

Interessierte Frauen vereinbaren einen Termin und bekommen dann einen Link, mit dem sie Zugang zur Beratung bekommen.

Benötigt wird lediglich ein Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine normale Internetverbindung. Die Verbindung wird durch einen Webbrowser aufgebaut. Daher können alle Betriebssysteme und Geräte verwendet werden - auch Smarphones und Tablets.

Die Terminvereinbarung findet telefonisch (02581-60975) oder per Mailanfrage an info@frauenberatung-warendorf.de statt.